Asterigos: Curse of the Stars im Test8 min Lesezeit

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Die griechische Mythologie beherbergt viele Helden und noch mehr Epen, die auch noch heutzutage erzählt werden. Acme Gamestudio haben vermutlich den Namen von dort genommen und sich zur Aufgabe gemacht Spiele mit diesem Stil zu erschaffen. Asterigos: Curse of the Stars ist ihr erstes Spiel und man erkennt den mythischen Einfluss stark. Gepaart mit einem sehr sauberen Grafikstil werfen sie ihren Helm in den Ring der Soulslike-Spiele. Im Folgenden unser Test zu Asterigos: Curse of the Stars.

Von den Göttern auserwählt – Erste Eindrücke

Wir wachen mitten in einem magischen Wald auf. Desorientiert merkt Hilda, unsere Heldin, dass sie ihre ganze Ausrüstung verloren hat und dass die Magie, die diese Flora durchstreift, stärker ist, als sie es gewohnt wäre. Nichtsdestotrotz beginnen wir unsere Reise und unweit von uns finden wir unser treues Schwert und Schild. Eine klassische Ausrüstung für eine klassische Abenteuergeschichte.

Auf einer kleinen Lichtung verbirgt sich unser Beutel mit Salben, die uns Heilung bringen, ein kleiner Zettel liegt daneben. Auf diesem steht unser Spezialbefehl geschrieben, denn wir halten nach der Legion Ausschau, die unser Vater befehligt. Das war der eigentliche Grund, warum wir uns überhaupt in die Richtung der verfluchten Stadt begeben. Kaum ein paar Schritte weiter treffen wir auch schon auf unseren ersten Gegner. Ein überdimensioniertes Eichhörnchen aus den Schatten hat uns die restlichen Waffen gestohlen.

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Die Kämpfe in Asterigos: Curse of the Stars sind grafisch hervorragend umgesetzt.

Vieles von dem bereits genannten würden wir nicht wissen, wenn Hilda uns nicht immerzu davon erzählen und erklären würde, doch das ist glücklicherweise nur am Anfang so und legt sich im Laufe des Spiels. Was wir noch finden auf der Jagd nach dem restlichen Equipment ist ein magischer Knotenpunkt, der auf unser Amulett reagiert. Langsam gehen wir auf ihn zu, spüren, wie das Mana durch uns durch fliest und den Punkt aktiviert. Fans des Genres erkennen schon: Ja, das ist unser Bonfire.

Nicht lange dauert es, bis wir endlich am Ende unserer Verfolgung sind und den hinterlistigen Dieb in eine Ecke gedrängt haben. Wir machen kurzen Prozess und erhalten all unsere Waffen wieder. Von nun an beginnt das Spiel im Ganzen und diese kurzen fünf oder zehn Minuten der Einführung haben uns schon einiges beigebracht, aber noch nicht alles.

Das richtige Sternzeichen – Gameplay

So sanft eine scharfe Schere durch Geschenkpapier gleitet, so fließend ist der Kampf in Asterigos: Curse of the Stars. Eine Besonderheit ist, dass man gleich mit zwei verschiedenen Waffen in den Kampf ziehen kann und diese nahtlos bei Angriffen ineinander übergehen. So können wir den Gegner beispielsweise mit unserem Stab auf Distanz halten und sobald er taumelt, mit unseren Dolchen den Rest geben. Ob mit Speer und Hammer oder magischen Armreifen und Schwert. Jede Waffe fühlt sich anders an. Es macht jedoch wenig aus, welche wir davon als Haupt- und welche als Sekundärwaffe benutzen. Der Stil bleibt gefühlt derselbe.

Wir bekommen auch Erfahrung, um Level aufzusteigen. Mit jedem Aufstieg erhalten wir Punkte, die wir in unsere Attribute stecken können, um mehr auszuhalten oder mehr auszuteilen. Zusätzlich bekommen wir noch Fähigkeitspunkte, mit denen wir aktive und passive Fähigkeiten freischalten können. Anfangs sieht der Talentbaum noch winzig aus, doch offenbart sich mit der Zeit mehr und mehr.

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Im Kampf eignet man sich seinen eigenen Stil an.

Jede Waffe und jede Kombination sind ähnlich brauchbar im Spiel und nach einiger Zeit erkennt man schon den eigenen bevorzugten Stil. Über den Skilltree können wir uns dann auf die einzelnen Waffen spezialisieren. Positiv ist, dass wir Waffenfähigkeiten, wie einen mächtigen Hammerschlag, den wir von Anfang an haben, ausführen können, ohne die Waffe selbst ausgerüstet zu haben. Einerseits extrem praktisch, andererseits nimmt es ein wenig die Gewichtung, wie wir unsere Punkte verteilen sollten, da wir ohnehin alles mit allem benutzen können.

So kämpfen wir uns nach und nach tiefer in die Stadt hinein und nehmen über eine Karte in unserem Hauptquartier Aufträge an. Hier schlägt wieder die Qual der Wahl zu. Doch ist es nicht wirklich eine Wahl. Wir erledigen alle Missionen hintereinander und keine kann ausgelassen werden, lediglich die Reihenfolge wird angepasst. Mit jedem Boss, der von Anfang der Mission angesprochen wird, erhalten wir immer mehr für uns und unser Refugium. Stetig kommen wir unserem Ziel näher.

Die Achillessehne – Dinge, die zu beachten sind

Alle Waffen haben noch eine zusätzliche Waffenfähigkeit. Mit dem Speer können wir parieren, sofern wir das Timing richtig erwischen. Mit dem Schwert und Schild können wir blocken. Leider machen die verteidigenden Fähigkeiten wenig aus, denn wir bekommen dennoch immer ein wenig Schaden. Bedauerlicherweise zieht sich das auch bei einem der wichtigsten Mechaniken durch. Die Ausweichrolle, wie wir sie schon in so vielen Spielen gesehen haben, scheint zu wenig sogenannte „invincibility Frames“ zu besitzen. Dies ist ein kleines Zeitfenster, bei dem wir unverwundbar sind. Egal, wie gut das Timing zu sein scheint, wir werden dennoch getroffen.

Die Bosskämpfe selbst sind zwar immer anders, ähneln sich im Großen und Ganzen allerdings doch. Es erinnert mich selbst mehr an den Stil eines Breath of the Wilds als an ein Monster Hunter. Zwar kreisen wir zuerst um den Boss herum, um die ganzen Angriffe zu erkennen. Aber sobald eine Öffnung da ist, wird wild darauf eingeprügelt. Warten – Prügeln – Weglaufen – Warten. Auf der einfachsten Schwierigkeitsstufe fühlt sich jeder Bosskampf so an, als wäre es nur ein größerer Gegner, doch dafür ist diese Stufe ausgelegt. Wer mehr in die Story eintauchen will, ist hier gut aufgehoben, wird sich aber unter Umständen ein wenig langweilen. Für versierte Spieler ist die schwere Stufe genau richtig.

Über die ganzen Level hinweg sind auch sehr viele Geschichtsstücke verteilt. Immer wieder findet man nicht nur einen Zettel, sondern auch Echos, die uns Geister von vergangenen Events zeigen und uns an den Geschehnissen teilhaben lassen.

Wertung
  • 95%
    Grafik - 95%
  • 86%
    Atmosphäre - 86%
  • 79%
    Spannung - 79%
  • 69%
    Steuerung - 69%
  • 76%
    Technik - 76%
81%

Fazit

Asterigos: Curse of the Stars ist eine seltsame Mischung aus Soulslike und Devil May Cry, macht aber viel Spaß. Auch der Artstyle ist sehr ansprechend und in sich stimmig.

Wer gerne durch Gegner hindurch rollen möchte und größeren Bossen den Gar ausmachen will, ist hier gut aufgehoben. Erschienen ist Asterigos: Curse of the Stars am 11. Oktober 2022 auf Steam, Playstation 4/5, Xbox One und Xbox Series.

Über Tom 53 Artikel
Ich bin Tom, besser bekannt als Nareas. Live auf Twitch durchstöbere ich viele verschiedene Demos für den Demo Donnerstag. Ansonsten gebe ich mich der Kartensucht von Magic: The Gathering hin.

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