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Back to the Dawn: Das tierisch gute Gefängnis-Game im Test7 min Lesezeit

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Es gab einen Grund, warum wir so lange nichts von uns haben hören lassen. Unser investigativer Journalismus hat uns ein wenig Ärger mit dem Bürgermeister eingebrockt und wir wurden unschuldigerweise ins Gefängnis gesteckt. Schnell erzählten wir unsere Geschichte Metal Head Games, welche dann ein passendes Spiel kreierten. Dies kann auch frei erfunden sein und die Story von Back to the Dawn ist von ihnen ohne unser Zutun selbst erfunden worden. Wer weiß das schon so genau? Jedenfalls konnten wir den ersten Tag davon spielen und nun in unserem Test davon berichten, wie es im Gefängnis von Boulderton zugeht.

Wie es dazu kam – Erste Eindrücke von Back to the Dawn

Zu Beginn können wir zwischen drei verschiedenen Charakteren auswählen. Zum einen haben wir hier den schwarzen Panther Bob, der als Undercover Detektiv das Gefängnis infiltriert. Der genaue Grund ist jedoch noch geheim. Gleich geheim ist auch die dritte Person, die laut Akte bisher nicht gefangen genommen wurde.

Wir vermuten, dass es bei diesen beiden ähnliche Auswahlmöglichkeiten gibt bei der Spezialisierung wie bei Thomas, dem Dritten im Bunde.

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Die verschiedenen Charaktere in Back to the Dawn sind liebevoll gestaltet.

Thomas, der Fuchs, ist ein Journalist, bei dem wir zwischen drei Möglichkeiten wählen können. Wollen wir mehr in Richtung Charisma und Intelligenz gehen, wählen wir den Broadcast Journalisten. Jedoch müssen wir dann täglich duschen, sonst bekommen wir einen Malus auf unseren Willen. Kommen wir vom Kriegsjournalismus, können wir zwar härter zuschlagen, aber es besteht eine Chance, dass wir mitten in der Nacht aufwachen.

Wir sehen uns gerade einen Beitrag an, den wir selbst aufgenommen haben. Es wird über eine Fabrik berichtet, die ihre Abwässer in die Flüsse pumpen und somit einerseits viele Fischleben ausrottet, andererseits auch die Leben der Bewohner, in den nicht so reichen Gebieten stark gefährden. Dies ist auf einen Korruptionsfall des Bürgermeisters zurückzuführen. Natürlich stößt das so sauer auf wie der saure Regen und wir wurden in ein kleines Café mit einem Saubermacher eingeladen. Während wir reden und nahezu zu einem Geschäft kommen, wird in der Zwischenzeit unser Auto präpariert.

Gerade als wir wegfahren wollten, hält uns die Polizei auf – welch Zufall – und durchsucht unser Gefährt. Wer hätte das gedacht? Wir wurden mit einer kleineren Menge an Drogen erwischt und sofort festgenommen. Es wurde uns ein kurzer Prozess gemacht und wir finden uns im Gefängnis wieder. In 21 Tagen ist die nächste Bürgermeisterwahl, bis dahin müssen wir draußen sein. Jetzt wurde die Sache persönlich.

Hinter Gittern – Gameplay

Gleich in aller früh werden wir in unsere Zelle geworfen und bekommen als Tipp mitgegeben, uns sehr genau an den Zeitplan zu halten. Um 8 Uhr beginnt der Tag und wir müssen pünktlich zum Appell im Versammlungsraum aufgereiht sein. Wer sich nicht blicken lässt, wird bestraft.

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Für unsere Mission benötigen wir einen guten Plan.

Danach haben wir Zeit bis 12 Uhr, um mit unserem Beruf Geld zu verdienen, welches wir im Gefängnis selbst ausgeben können. Unsere Arbeit beschränkt sich auf das Bügeln in der Wäscherei, welches mit einem Minispiel abgehandelt wird. Die verschiedenen Kleidungsstücke haben unterschiedliche Bügelzeiten und mit einer Stoppuhr werden uns die ersten drei Sekunden vorgegeben, die wir dann blind bis zur gewünschten Zeit stoppen müssen. Eine weitere Möglichkeit, um an Geld zu kommen, bietet sich später mit Beschaffungsquests im Pausenhof.

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Beim Mittagessen bekommen wir eine kleine Auswahl an verschiedenen Speisen, die wir zu uns nehmen können. Je besser die Mahlzeit ist, umso mehr müssen wir zahlen. Auch können wir uns entscheiden, mit jemandem gemeinsam zu Essen und die Speisen teilen. Dies bringt uns ein paar Sympathiepunkte ein und gegebenenfalls sogar ein paar Informationen.

Gefängnisalltag

Um 13 Uhr geht es dann nach Draußen und wir dürfen uns sportlich betätigen. Hier sind wir dann die meiste Zeit und können das ganze Gelände genauer betrachten und uns unter die Leute mischen. Das Gefängnis steht unter der Kontrolle von drei Fraktionen, mit denen wir uns besser nicht anlegen. Leider besetzen diese wichtigen Knotenpunkte wie die Drückbank. Wollen wir als Nichtmitglied trainieren, müssen wir einen dezenten Obolus zahlen. Dafür können wir es so lange benutzen, wie wir Energie haben.

Befreunden wir uns mit den anderen Insassen, bekommen wir einen Rapportzettel, der uns hilft, gewisse Vorlieben und deren Geschichten zu merken. Das Kennenlernen kostet jedoch Energie und diese ist über den Tag begrenzt. So müssen wir damit haushalten und genau abschätzen, was wir mit dem aktuellen Tag bewerkstelligen wollen. Abendessen gibt es um 17:30 und die Duschen sind um 18 Uhr geöffnet. Ab 22 Uhr ist Nachtruhe.

In der Zwischenzeit dürfen wir dann machen, was wir wollen. Wir können weiter Beziehungen aufbauen, diverse Gegenstände für den nächsten Tag herstellen oder uns einfach weiter umsehen innerhalb des Schlafblocks.

Wertung
  • 89%
    Grafik - 89%
  • 76%
    Atmosphäre - 76%
  • 92%
    Spannung - 92%
  • 90%
    Steuerung - 90%
  • 83%
    Technik - 83%
86%

Fazit

Ein fesselnder Detektivsimulator, der viel Potenzial hat. Zwar hat jeder Tag die gleichen Zeiten, doch liegt es an einem selbst, wie die Zeit genutzt wird. Mach Dir Freunde, durchsuche das Gefängnis nach Hilfsmitteln oder verdiene Dir ein wenig Geld dazu. Kein Tag ist wie der vorherige.

Back to the Dawn ist am 3. November 2023 auf dem PC erschienen. Leider konnten wir anhand der uns zur Verfügung gestellten Demo nicht so tief wie sonst in das Spiel eintauchen.

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