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Dungeons 4 Test: Größer, schneller, weiter7 min Lesezeit

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Das „kritisch denkende Böse“ war sich nicht ganz sicher, welcher der vielen Rezensionen um den neuen Spieletitel der Realmforge Studios es nun Glauben schenken mag. Zum einen geben viele an, es wäre ein kaufwürdiger Titel und würde sehr viel Spaß bringen. Zum anderen hat es noch Dungeons 3 in der Steam Bibliothek liegen und war bislang nicht ganz fertig mit dieser Kampagne. Schon fast resignierend beschloss es noch eine letzte Rezension von GameGeneral zu lesen und aufgrund dessen eine Kaufentscheidung für Dungeons 4 zu fällen. Hier also, für alle, der Test zum Spiel.

Das neu beginnende Böse – Erste Eindrücke von Dungeons 4

Das „sich nicht mehr ganz erinnernde Böse“ bekommt am Anfang eine kleine Zusammenfassung, was denn so alles passiert ist. Wir haben in der letzten Zeit die ganze Oberwelt befreit. Alles, bis auf ein kleines Dorf mit unbeugsamen Helden, dass es noch zu erobern gilt. Das viel beschäftigte Böse schickte die gefährliche Dunkelelfin Thalya dort hin, um auch dieses noch von diesen lästigen Helden zu befreien.

Zufälligerweise ist dort auch der gute Stiefbruder von Thalya namens Tristan dort. Nach einem epischen Kampf, der in der Flucht des Bruders endet, kehrt die Elfin wieder zurück in die Unterwelt. Voller Stolz präsentiert sie den goldenen und mit Juwelen besetzten Handschuh, den sie dem Helden abgenommen hatte, dem absoluten Bösen. Ein kurzes Schnipsen und der Handschuh löst sich gleich auf – wie das ultimative Böse selbst. Von nun an beginnt die Suche nach einem neuen Körper für uns. Viel komplexer wird die Geschichte nicht.

Das bauende Böse – Gameplay

Dungeons 4 spielt sich wie der Klassiker, den manche vielleicht noch kennen – Dungeon Keeper. Von Mission zu Mission setzen wir uns im Untergrund fest, mit einem Dungeonherz in der Mitte und lassen unsere Schnodderlige in alle Richtungen graben. Dabei legen wir diverse Bereiche frei, die wir dann zu verschiedenen Räumen umfunktionieren können.

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Die Kämpfe sind effektreich gestaltet.

Uns stehen vier Kategorien zur Verfügung. Zum einen haben wir die allgemeinen, welche unter anderem die Schatzkammer, der Hühnerstall oder die Werkstatt sind. In letzter werden Kisten mit Zeug hergestellt, die als Baumaterial gelten.

Zum anderen haben wir noch die drei Monsterkategorien Horde, Untote und Dämonen, die alle ihre unterschiedlichen Vorlieben haben. Wo die kriegerische Horde, bestehend aus Orks, Nagas und Gnomen zur Entspannung das ein oder andere Fässchen Bier bevorzugen, relaxen Untote doch lieber im Necrodancicon in der nicht nur Gruft-Musik gespielt wird. Hier merken wir schon einen starken Unterschied zum Vorgänger, denn das Forschungsmenü ist nicht mehr ein verzweigter Baum, sondern besteht aus klaren und geordneten Reihen.

Gut gegen Böse in Dungeons 4

Doch lässt man uns nicht in Ruhe. Denn die Guten rücken immer näher und schicken in der Hoffnung auf Glanz und Glorie immer wieder Truppen zu uns in den Dungeon hinunter, die wir dann mit den verschiedensten Fallen und kampfeslustige Monster erwarten. Das lassen wir aber nicht auf uns sitzen und ziehen ebenso mit unserer Armee in die Oberwelt und nehmen Kaserne für Kaserne ein, um den Druck ein wenig zu lockern.

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Optisch macht Dungeons 4 einiges her.

In der Kampagne erwarten uns 20 verschiedene Missionen, die fortwährend komplexer werden. Größtenteils können wir jedoch lange im Untergrund verweilen, um dann mit einer erfahrenen Truppe in das Land zu ziehen. Die Helden sind jedoch nicht so dumm wie sie aussehen und verstecken sich hinter Türmen, die das Erobern erschweren.

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Über die einzelnen Gefechte der Kampagne lernen wir auch stetig die verschiedenen Räume und deren Nutzen kennen. Es ist auch von Vorteil, um die Effizienz zu steigern, dass die Räume in alle Richtungen abgeschlossen sind. Entweder durch die Wand des Dungeons selbst oder mittels einer Tür.

Das sich verändernde Böse – Was ist anders zum Vorgänger?

In Dungeons 4 ist vieles gleich wie beim Vorgänger. Doch es ist einiges viel größer. Wir können mit der vollen Ausbaustufe unserer Technologie viel mehr Schnodderlinge herumkommandieren, die so schnell arbeiten, dass sie sich sogar zur nächsten Aufgabe hin teleportieren. Auch ist die Größe der Armee um einiges gewachsen. Bis zu 40 Einheiten können befehligt werden. Hinzu kommen noch kleinere Geisterlinge, die die Untoten beschwören können und ein paar Geisterhelden, die zum ewigen Bösen verdammt wurden. Leider sind die Titanen der Fraktionen nicht mehr vorhanden.

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Die Dungeons sind abwechslungsreich gestaltet.

Ein neuer Raum ist auch das Gewölbe der Macht. Es gibt bedauerlicherweise keine Forschungen mehr, mit denen unsere Untertanen ins Unermessliche verstärkt werden. Denn im Gewölbe werden die Kreaturen über die eigentliche Levelgrenze hinweg trainiert. Eine spannende Entscheidung, die vermutlich der Balance dienen soll.

Der Dungeon und die Oberwelt selbst wirken auch wesentlich größer und man hat – vorwiegend im „Traumdungeon“ – viel Platz, um sich auszubreiten. Einhalt wird dann nur noch von ungewollten Entdeckungen wie Manalinge, Spinnen oder anderem Ungeziefer, das sich im Erdreich tummelt, wie Zwerge, geboten.

Wertung
  • 84%
    Grafik - 84%
  • 91%
    Atmosphäre - 91%
  • 87%
    Spannung - 87%
  • 89%
    Steuerung - 89%
  • 79%
    Technik - 79%
86%

Fazit

Trotz der möchte gern grimmigen Stimmung, die jeder böse Charakter versucht, mitzunehmen, ist Dugeons 4 ein herzlich-buntes Abenteuer. Es folgt dabei ganz dem alten Dungeon Keeper Prinzip.

Dungeons 4 macht genau das, was die Vorgänger der Serie machen, nur noch besser und mehr. Erschienen ist das Spiel am 9. November auf mehreren Plattformen.

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