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In Rays of the Light Test: Post-Apokalypse Mal anders3 min Lesezeit

In Rays of  the Light von Sergey Noskov, gepublished von Sometimes You, wird das Genre Postapokalypse mal ganz anders betrachtet. Keine Monster, keine Waffen und keine Gefahr. Wer sich jetzt fragt, wie so etwas funktioniert, wird beim Spielen wahrscheinlich genauso überrascht sein, wie ich es war.

Horror-Rätsel-Adventure oder etwa doch was andres?

Wie bei vielen Horrorspielen beginnt man in einem abgeschlossenen Raum. Hier gibt es nicht viel zu entdecken, nach kurzem Untersuchen öffnet sich die Tür und an der Wand hängt eine Taschenlampe. Danach wird man in die Welt gelassen. In dieser gilt es kleine Rätsel zu lösen und Notizen zu finden. Die Notizen bieten meist Hinweise zu den Rätseln und erzählen, was in der Spielwelt passiert ist.In_Rays_of_the_Light_Screenshot_1

Die Welt, in der man sich bewegt, ist ein alter Universitätscampus nach einer Apokalypse. Damit ist sie von der Größe her auch recht übersichtlich. Wir bewegen uns über den Campus und die Sonnenstrahlen leuchten durch die Ruinen des Gebäudes und das Blattwerk der Bäume. So entsteht ein schönes Spiel aus Schatten und Partikeloptik. Die Xbox Series X kommt damit ohne Schwierigkeiten zurecht und nur sehr selten gibt es kleinste Einbrüche der Framerate, welche aber nicht den Spielfluss stören.

Noch nicht Next-Gen

Grafisch ist In Ray of the Light noch nicht an das Niveau der Next-Gen angelangt und erinnert mehr an Spiele zu Anfang der Xbox One-Ära – getestet wurde auf der Xbox Series X. Die musikalische Untermalung des Spiels ist dezent gehalten. Nur bei gewissen Auslösern, wenn man ein Rätsel löst oder einen wichtigen Gegenstand findet, wird man mit einem kurzen Musikthema aufmerksam gemacht. Dieses kurze durchbrechen der Stille fühlt sich angenehm an. Wobei absolute Stille nicht wirklich da ist. Hintergrundgeräusche wie Grillen und Vögel sowie ein leicht ominöser Wind sind ständig zu hören, wenn man sich außerhalb der Gebäude bewegt.In_Rays_of_the_Light_Screenshot_2

Wer sich jetzt fragt „Wo ist der Horror?“, dem muss ich sagen, dass das Spiel komplett auf billigen Horror wie Jumpscares verzichtet. Auch Zeitdruck gibt es nicht. Niemand jagt dich oder zwingt dich etwas schnell zu bewältigen. Aber dennoch hat man immer ein Unbehagen, als ob man beobachtet wird und fühlt sich niemals alleine. Was dem ganzen Erkunden einen gewissen Kick gibt. Ab etwa dem letzten Drittel des Spiels nimmt die Story dann noch eine interessante Wende und der Stimmungsfaktor wird ganz schnell sehr düster.

Erkunden ist der Schlüssel zum Erfolg

Jeder, der an Lost Places interessiert ist oder gerne Welten erkundet, wird Spaß haben. All diejenigen, die sich Action erhoffen, muss ich leider enttäuschen. Man bewegt sich nämlich sehr langsam durch die Welt. Es gibt zwar eine „rennen“-Taste, die die Geschwindigkeit des Spielers verdoppelt. Aber wirklich schnell ist das auch nicht. Ansonsten ist die Steuerung recht simpel. Hier gibt es keine Probleme, allerdings fühlt sie sich stellenweise schwammig an. Die Rätsel sind meiner Einschätzung nach nicht sehr kompliziert und können mit ein bisschen Erkundung und den Notizen relativ leicht gelöst werden. Die Spielmechanik an sich braucht keine große Erklärung, weil das Interface sehr simpel gehalten ist.

Auch die Länge des Spiels ist sehr überschaubar. In meinem Test habe ich zwei Stunden gebraucht, um das Ende zu erreichen. Der Vorteil: Es gibt zwei Enden, sodass man am besten das Spiel zweimal durchspielen sollte. Auch um alle Achievements zu bekommen ist keine große Arbeit vonnöten.

Wertung
  • 75%
    Grafik - 75%
  • 87%
    Atmosphäre - 87%
  • 85%
    Spannung - 85%
  • 79%
    Steuerung - 79%
  • 79%
    Technik - 79%
81%

Fazit

Alles in allem ist In Rays of the Light ein gelungenes Rätsel-Adventure mit leichter Horror-Atmosphäre.

Das Spiel ist sehr gut für Gamer geeignet, die gerne Welten erkunden, ohne dabei großartig neue Fähigkeiten erlernen zu müssen. Durch die recht kurze Spieldauer ist es besonders geeignet, wenn man nur begrenzte Zeit hat, um etwas zu spielen.

2 Kommentare

  1. Eure Tests und Reviews wirken aktuell etwas kurz. Könntet ihr nicht eine längere und eine kürzere Version schreiben?

    Und könntet ihr, ähnlich wie die Gamestar, eure 5 Kategorien durch Unterpunkte vertiefen? Das wäre super

    1. Hi, danke für dein Feedback.

      Was die Länge der Artikel angeht, richten wir uns meistens nach dem Umfang der eigentlichen Spiele. Da wir weder unnötig aufbauschen möchten, noch zu kurz auf das Spiel eingehen möchten, sind die Artikel Mal länger oder Mal kürzer.

      Bezüglich der Präzisierung der Bewertungspunkte ist tatsächlich bereits etwas in Planung, das mehr heraus kristallisieren soll, was mit den Punkten bewertet wird ☺️

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