Kurz angeschaut #7 – Der Demo Donnerstag6 min Lesezeit

Heute: Hellseed und Watchman

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Salute und herzlich willkommen im Spooktober! Heute im Demo Donnerstag Hellseed und Watchman. Die letzte Ausgabe könnt ihr hier lesen.

Ach, wie schön es doch ist, wenn die Blätter von den Bäumen fallen, ein kalter Wind durch die Gassen zieht und man überall Kastanien finden kann. Eine magische Zeit ist der Herbst, aber auch eine gruselige. Persönlich habe ich es früher immer gehasst, aber mittlerweile halte ich das Horrorgenre für grandios!

Leider wird es von einem Plagegeist gestört, der für mich immer noch ein Dealbreaker ist. Wie damals das Video mit dem Auto in der Idylle oder dem Labyrinth ziehen sich Jumpscares durch die Landschaft der Horrorindustrie. Ein billiger Schockmoment mit grauenhafter Fratze über den Bildschirm garantiert Unwohlsein. Aber das ist in meinen Augen nicht der Weg, der beschritten werden sollte. Es gibt aber auch gute Anwendungen, über die ich heute etwas berichte.

Hellseed

Wie in vielen Horrorspielen sind wir auch in Hellseed eine einsame Seele bei der Polizei, die nichts Besseres zu tun hat, als obskuren Clous nachzugehen und mitten in der Nacht in einem Haus eines Psychologen Nachforschungen anzustellen. Wir befinden uns nämlich im Italien der 80er-Jahre und ein Psychologe ist spurlos verschwunden. Wer möchte hier anfangen, Klischees zu zählen?

Ich finde mich also in der Wohnung des Vermissten wieder und merke, dass das Licht nicht funktioniert. Mit der Taschenlampe bewaffnet schreite ich los und suche nach dem Schaltkasten, der, wie in jedem guten Horrorspiel natürlich im Keller ist. Leider ist die Tür verschlossen und wir müssen zuerst den Schlüssel aus einer Urne in der Küche holen. Als ich mir den organisieren konnte, begann der ganze Spaß.

Hellseed-Screenshot
Klischeehaft geht es mit der Taschenlampe in Hellseed auf Stromkastensuche.

Blutige Spuren führen hinunter in das Unbekannte. Die Spannung steigt ins Unermessliche und bevor ich die Tür erreiche, stürzt die Lampe ab und zerschellt am Boden. Ein Glück, dass es mich nicht erwischt hat. Der Keller ist finster und wird nur leicht von der Taschenlampe erleuchtet. Wie ein Labyrinth zieht sich der Weg zum Schaltkasten. Leise säuselt mir der Wind unverständliches ins Ohr, wie eine Banshee in der Ferne. Da ist es. An der Wand hängt das benötigte Teil, das wieder den Strom aktiviert. Schnell hin und … abgesperrt. Nun benötige ich einen Schlüssel oder gleich einen Bolzenschneider. Ich drehe mich um, gehe ein paar Schritte und merke, wie eine Kiste vor mir anfängt zu wackeln. Ich gehe darauf zu, beuge mich darüber und möchte sie öffnen. Mich hat kein Schlüssel darin erwartet.

Habe ich mir die Vollversion von Hellseed geholt?

Ja. Die Atmosphäre ist grandios, man weiß nie, was als Nächstes passiert und man fühlt sich einfach in jeder Situation unsicher. Es setzt zwar einen Haken bei jedem mir bekannten Klischee, schafft es aber diese sinnvoll einzusetzen.

Watchman

Ich sage euch: Eine Nachtschicht ist gar nicht mal so schlimm, wie es sich anhört. Ja, es ist zwar etwas einsam und finster, aber man kann sich das nette Nachtprogramm im Fernsehen anschauen. Gelegentlich sollte man dann doch auf die Überwachungskameras umschalten, um das leere Fitnesscenter zu beobachten. Es könnte ja sein, dass sich Teenager hereinschmuggeln und gratis baden wollen.

Es ist ganz angenehm, ehrlich. Zwar sind ein paar alte Wrestler noch da, die durch die Gänge ziehen, aber die machen nichts. Sofern man schnell genug die Tür zuzieht. Dann klopfen sie nur an, gehen dann aber wieder. Das Schließen kostet Strom und du kannst sie nicht von Anfang an geschlossen haben. Ich weiß nicht, warum die Führung das so knapp bemisst. Du kannst aber mit den Pedalen unkompliziert Strom erzeugen, halt dich nur gut fest.

Ach, bevor ich es vergesse. Zum Schluss musst du auch noch einen kleinen Rundgang machen. Lass dich nicht irritieren, solltest du eine Frau sehen, die auch durch die Gänge geht. Das ist nur deine Einbildung, darum ist sie auch mal nackt.

Watchman-Screenshot
Hin und wieder taucht eine unheimliche Frau auf.

Habe ich mir die Vollversion von Watchman geholt?

Nein. Eigentlich ist es eine recht gute Erweiterung des Genres, zu dem auch Five Nights at Freddies gehört. Aber ich bin definitiv nicht für solche Mikromanagementspiele geschaffen. Der Frustfaktor war einfach zu hoch für mich.

Ich hoffe, ich habe euch – trotz meiner negativen Einstellung – beide Games doch ein wenig schmackhaft machen können. So gerne ich mich auch in die Welten hineinversetze, stellenweise muss man doch die Motivation der Protagonisten hinterfragen, um den eigenen Geist bei Verstand zu behalten.

Beim nächsten Mal bringe ich ein wenig Ruhigeres mit, bei dem man eher entspannen kann. In dem Sinne: Danke fürs Lesen. Euer Nareas.

Über Tom 53 Artikel
Ich bin Tom, besser bekannt als Nareas. Live auf Twitch durchstöbere ich viele verschiedene Demos für den Demo Donnerstag. Ansonsten gebe ich mich der Kartensucht von Magic: The Gathering hin.

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