Pokemon Go: Auto-Catch Gadget von Brook im Test4 min Lesezeit

Der Brook Pocket Auto-Catch Lightning soll das Leben von Pokemon Go Fans vereinfachen. Zum einen sammelt das Armband vollständig automatisch Items wie Pokebälle, Tränke und Eier von Pokestops. Außerdem fängt das Gadget automatisch Pokemon und sammelt somit gleichzeitig Erfahrungspunkte. Wie sich das Gerät in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr im folgenden Text.

Der erste Eindruck

Das Auto-Catch Gadget von Brook zeigt sich in unserem Test mit einer guten Qualität. Alle Kanten sind glatt, das Armband schmiegt sich angenehm am Handgelenk an. Dazu kommt eine Wasser- und Staubdichtigkeit – mit unbekannter ISO-Norm. Laut Produktvideo ist es kein Problem, das Armband unter einen laufenden Wasserhahn zu halten. Nachmachen würden wir das jedoch nicht, ohne zu wissen, nach welcher Norm das Gerät dicht ist.

Wichtig zu erwähnen ist, dass das hier vorgestellte Gadget lediglich für Pokemon Go gedacht ist. Mit den offiziellen Produkten, wie dem Pokeball Plus, kann man beispielsweise noch auf der Nintendo Switch spielen. In bestimmten Pokemon Spielen kann man den Ball nämlich als Controller verwenden und auch Pokemon fangen. Der Unterschied zum etwas günstigeren Pokemon Go Plus Armband ist, dass das Armband von Brook die Fangvorgänge und Pokestop-Drehs automatisch durchführen kann. Beim Go Plus Armband ist mehr Interaktion notwendig.

Brook_Pokemon_Go_Auto_Catch_Packungsinhalt
Der Packungsinhalt des Brook Auto-Catch Gadgets für Pokemon Go.

Das Gadget im Alltagstest

Die Einrichtung des Auto-Catchers ist denkbar simpel. Wir verbinden das Gerät über Bluetooth mit einem kompatiblen Smartphone innerhalb der Pokemon Go App. Für Menschen mit geringen Technikkenntnissen könnte dies jedoch schon problematisch werden, denn die Anleitung ist sehr spärlich beschrieben. Einmal verstanden ist das Verbinden allerdings einfach durchführbar.

Nach einer Stunde wird das Gerät von der App wieder getrennt und fängt somit nichts mehr. Dann ist ein erneutes koppeln notwendig. Dies hat wohl technische Gründe im Zusammenhang mit der Pokemon Go App und dem eigentlichen Sinn der Armbänder, die die Entwickler von Brook nicht umgehen können. Etwas störend im Alltag sind allerdings gelegentliche Abbrüche in der Verbindung. Diese scheinen besonders häufig bei aktivierter Bildschirmsperre aufzutauchen. So ist manchmal ein Neukoppeln auch unter der „Eine-Stunde-Schwelle“ nötig.

Die Akkulaufzeit konnte im Test überzeugen. Das Gerät kommt bei nicht zu exzessiver Nutzung gut über einen vollen Tag. Die Standby-Zeit von drei Tagen halten wir jedoch für etwas wenig. Über das mitgelieferte Kabel ist der Aufladevorgang immerhin unkompliziert innerhalb von einer Stunde erledigt.

Wie gut ist der Auto-Catcher?

Bevor man zu Träumen anfängt und sich vorstellt, dass jetzt jedes Pokemon automatisch gefangen wird, sollte man eines beachten. Da das Armband immer den schwächsten Ball verwendet und keine Curve-Würfe zaubert oder Beeren verwendet, ist es sehr selten, dass uns wirklich starke Pokemon ins Netz gehen. Dasselbe Problem haben aber auch die offiziellen Produkte. Dafür ist der Brook Auto-Catcher ohnehin nicht gedacht. Es ist eher das tägliche Farmen von Pokemons, dadurch Erfahrungspunkte und außerdem füllt sich auf diese Weise die Item-Box wie von selbst.

Der Catcher ist also ein Helfer für den Kleinkram, auf den Hardcore-Nutzer nicht so große Lust haben. Praktisch für den Alltag: Benachrichtigungen zu gefangen Pokemons erhalten wir direkt aufs Handy. Zusammen mit der Info, wann das letzte Pokemon gefangen wurde. Etwas schade: Wir erfahren in der Notification nicht welches Pokemon gefangen wurde. Ob der Einsatz eines solchen Catchers „Cheaten“ ist? Unserer Meinung nach keineswegs, da ähnliche Produkte bekanntermaßen ganz offiziell von Nintendo bereitgestellt werden.

Die Specs in der Übersicht

  • 70 mAh-Akku mit einer Ladezeit von ca. 60 Minuten
  • Laufzeit aktiv: Ein Tag bei moderater Nutzung
  • Laufzeit Standby: Ca. drei Tage
  • Wasserdicht und Staubdicht, jedoch nicht mit ISO-Norm
  • LED-Anzeige mit drei Farben zu Informationszwecken
  • Kompatibel ab iPhone 5 bzw. iOS 8, ab Android-Version 4.4
  • Mindestanforderung Smartphone: 2 GB RAM & Bluetooth 4.0
  • Verbindung muss stündlich erneuert werden
  • Gedruckte Anleitung liegt bei, allerdings ungenau beschrieben
  • Keine Firmware-Updates notwendig

Im Folgenden ein kurzer Trailer zum Gerät. Darunter unser Fazit zum Pocket Auto Catch Lightning Gadget von Brook für Pokemon Go.

Wertung
  • 7/10
    Brook Auto-Catch Gadget - 7/10
7/10

Fazit

Eine ungenau beschriebene Kopplung trübt den Einstieg mit dem Auto-Catcher von Brook. Mit etwas Übung funktioniert das Ganze jedoch ziemlich einfach direkt über die Pokemon Go App. Mit einer soliden Akkulaufzeit und praktischen LED-Anzeigen ist das Gerät ein treuer und simpler Begleiter. Wir fangen viele Pokemon, füllen die Item-Box auf und erhalten nebenbei noch Erfahrungspunkte. Gerade in größeren Städten mit vielen Stops und Pokemon ist das praktisch. Wer jedoch denkt, er fängt direkt die besten Pokemon ohne am Smartphone aktiv zu sein, könnte enttäuscht werden. Denn das Armband hat nicht die Wurfqualitäten eines echten Menschen und fängt daher im Vergleich etwas schlechter als ein Mensch.

Die gelegentlichen Verbindungsabbrüche sind zwar nervig, wir kriegen sie aber direkt mit und können neu verbinden. Genauso verschmerzbar wird es für die Hardcore-Nutzer sein, dass ein Mal in der Stunde das Armband neu in der App verbunden werden muss. Für einen UVP-Preis von 39,99 EUR bekommt man hier jedenfalls einen tollen Alltagsbegleiter für echte Pokemon Go Fans.

1 Kommentar

  1. Besten Dank für diese fundierte, ausführliche und faire Rezension – das deckt sich 1:1 mit meinem Eindruck.

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