Splash Cars Test: Splatoon und Racing in einem4 min Lesezeit

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Einen kurzweiligen Spaß verspricht Splash Cars, welches seit 09.03.2022 auf den Konsolen Playstation, Xbox und Nintendo Switch digital erhältlich ist. Eine physische Version ist derzeit nicht geplant. Für den PC ist das Spiel bereits seit November 2021 erhältlich.

Hinein in den Rennsessel

Splash Cars lässt sich grob als eine Verfolgungsjagd mit Splatoon-Anteilen aus der Vogelperspektive beschreiben. Im Spiel des tschechischen Indie-Entwicklers Paper Bunker ist es das Ziel, eine graue Stadt möglichst bunt einzufärben. Hierfür dient euch ein Rennauto, welches beim Fahren automatisch Farbe verteilt. Dabei hindert euch die Polizei, indem sie eure Fortschritte verhindern möchte und euer Auto zu stoppen versucht. Durch den Countdown-Timer in jeder Runde ist das Vorhaben gleichzeitig ein Rennen gegen die Zeit.

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Mit dem Auto färbt ihr die Stadt in Splash Cars.

Zu Spielbeginn starten wir mit einem eher rudimentären Auto und rasen einfach drauf los. Ganz ohne Tutorial erklärt sich das Spiel fast von selbst. Denn außer selbst die Lenkung zu übernehmen, ist nichts weiter zu tun. Das Vehikel beschleunigt automatisch und so lenken wir über die Karte und müssen lediglich möglichst effizient die Karte einfärben. Dies gelingt zum Beispiel durch das Einsammeln von Power-Ups oder geschicktes Abarbeiten an der Map.

Mit der Zeit schalten sich immer bessere Autos frei, die über mehr Tankvolumen verfügen und schneller fahren können. Positiv: Hier gilt lediglich der Spielfortschritt zum Freischalten. Mikrotransaktionen oder Ähnliches für weitere Autos sind nicht vorhanden.

Wenig Wiederspielwert in Splash Cars

Insgesamt ist Splash Cars vom Schwierigkeitsgrad her simpel. Hin und wieder braucht es einen zweiten oder dritten Versuch. In der Regel gleitet man aber ohne sonderliche Anstrengungen durch die Levels hindurch. Dies macht das Spiel zu einem familienfreundlichen Casual-Game, welches kein zu großes Können verlangt.

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Es findet sich eine umfangreiche Autoauswahl vor.

Der Wiederspielwert ist eher gering. Hat man nach wenigen Stunden die meisten Levels durchgespielt und coole Autos freigeschaltet, gibt es nicht mehr sonderlich vieles zu entdecken. Die Levels spielen sich im Großen und Ganzen alle gleich, womit man kaum ein Level erneut startet. Dies ist schade, hätte man durch etwas kniffligere Herausforderungen den Wiederspielwert doch enorm erhöhen können. Dass dies nicht der Fall ist, zeigt sich auch an einer sehr einfachen Platin-Trophäe – wir haben das Spiel übrigens auf der Playstation 5 getestet. Einen Storypfad sucht man auch vergebens.

Das wichtigste Feature für eine lange Zeit voller Spaß: Der Splitscreen-Modus. Dieser ist rein offline für zwei Spieler*innen spielbar und bringt ein tolles Arcade-Feeling mit sich. Für Splitscreen-Fans ein absoluter Pluspunkt.

Begleitet wird das Spiel durch einen netten, aber etwas eintönigen Soundtrack. Die Soundeffekte der Autos sind ebenfalls sehr monoton, was auf Dauer als störend empfunden werden kann. Etwas hakelig ist die Übersetzung ins Deutsche geworden. Wir müssen uns vieles zusammenreimen, teilweise wurden schlicht falsche Wörter verwendet.

Wertung
  • 80%
    Grafik - 80%
  • 85%
    Atmosphäre - 85%
  • 80%
    Spannung - 80%
  • 90%
    Steuerung - 90%
  • 70%
    Technik - 70%
81%

Fazit

Splash Cars ist ein tolles Spiel, um einfach mal abzuschalten und ohne großes Nachdenken über die Karte zu cruisen. Dabei stellt sich ein angenehmes Gefühl ein, wenn wir die Karte nach und nach bunt färben.

Der Spielumfang ist für eine UVP von 6,99 € ordentlich, die Umsetzung auf den Konsolen ebenfalls gelungen. Nach wenigen Stunden ist der Spaß dann aber doch vorbei, die Langzeitmotivation gering. Es sei denn, man hat offline jemanden zum Spielen, dann verspricht der Splitscreen-Modus weitere spaßige Stunden zu zweit.

Wer gerne derartige Games spielt, in denen man nicht viel nachdenken muss, kann hier beherzt zugreifen.

Über Jonas 436 Artikel
Seit frühster Kindheit interessieren mich Videospiele. Nach dem Sammeln einiger Redaktionserfahrung in diesem Bereich habe ich mich für meinen eigenen Blog GameGeneral entschieden. Hier kann ich meine Ideen umsetzen und frei arbeiten.

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