Startup Panic: Clevere Business-Simulation im Test8 min Lesezeit

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Aufstehen, frühstücken, zur Arbeit hetzen, quälen für eine Firma und dann wieder nach Hause gehen. Ein Leben als Zahnrad für eine größere Maschine. Aber wie jedes Bauteil müssen auch wir gepflegt werden, sonst werden wir zermürbt. Die Entwickler Algorocks haben die Fantasie eines eigenen Startups spielerisch digitalisiert – mit ihrem bisher erstem veröffentlichten Spiel. Und wir können so testen, ob dieser Startup-Lebensstil für uns geeignet ist. Alles dazu in unserem Startup Panic Test.

Erste Eindrücke von Startup Panic

In herziger Pixelgrafik zeigt uns das Intro, wie trist und furchtbar ein solches Leben als Zahnrad sein kann. Ein überfülltes Büro, in dem wir nicht nur Schulter an Schulter, sondern auch Rücken an Rücken mit unseren Kollegen vor einem uralten PC sitzen. Dort programmieren wir für einen unsympathischen Boss. Uns reicht es aber! Wir wollen so nicht weiter leben und entschließen uns zu kündigen und unsere eigene Firma zu gründen.

Die Übersicht in Startup Panic mit allen wichtigen Informationen auf einen Blick.
Die Übersicht mit allen wichtigen Informationen auf einen Blick.

Wir kommen nach Hause und setzten uns gleich an unseren eigenen PC. Doch wo fangen wir an? Ein Glück, dass plötzlich ein kleines Helferlein auftaucht. Das bekannte Gesicht – oder besser gesagt die bekannte Klammer aus einem Office-Programm – erklärt uns in einfachen Worten, wie unsere weiteren Schritte sind. Leider auch auf eine ähnlich nervige Art. Bei jedem neuen Fenster, das wir freischalten, erscheint ein Bild. Dieses erklärt uns genau, wo wir klicken müssen und was dies bewirkt.

Aller Anfang ist schwer

Zuerst wird eine Website aufgebaut, die nach und nach weitere Features hinzubekommt. Profile, Freundesliste, eigene Timeline und so weiter. Je mehr wir aber implementieren, umso höher sind dann die Kosten pro Besucher*in – aber auch die Einnahmen. Beim Entwickeln der einzelnen Features können wir unseren Fokus auf drei Bereiche aufteilen. Beispielsweise in der Kurzbeschreibung des integrierten Shops wird angeraten, eher auf die Benutzerfreundlichkeit zu setzen und nicht unbedingt auf die Ästhetik oder Technik. Je nachdem, wie viel erwartet wird und wie viel Prozent unserer Aufmerksamkeit wir hineinstecken, verändert sich der finale Score für diesen Bereich. Wir bekommen sogar verbales Feedback von renommierten Reviewern und Besuchern unserer Webseite. Leider sind die Texte im Deutschen oft abgeschnitten und es fehlt schonmal das Ende vom Satz.

Wie im realen Leben wird man anfangs von außen monetär unterstützt. Wir absolvieren kleinere Tutorialmissionen und erhalten dadurch Finanzspritzen. Mit diesen erforschen wir weitere Features im Verlauf von Startup Panic. Nach kurzer Zeit treffen wir einen alten Schulkollegen von uns, der von seiner Firma redet und uns einlädt bei ihm zu Arbeiten. Hier können wir das Spiel sofort beenden, indem wir das Angebot annehmen. Andernfalls wird uns Glück gewünscht und wir machen normal weiter. Auch auf unseren Rivalen lässt sich nicht lange warten und dieser ist ein großer Konzern, der uns das Leben schwer macht. Aber nichts, was wir nicht bestreiten könnten.

Zwischen Urlaub, Fortbildung und Burnout – Gameplay

In einer kurzen Zeit schaffen wir sogar den Sprung in ein eigenes Büro für unser kleines Startup. Wir erreichen nach ein paar Features nämlich den Punkt, dass wir weitere Angestellte benötigen. Unser eigenes Können bringt uns maximal eine wohlwollende Bewertung ein. Und da wir für Qualität stehen und nicht für Quantität, fragen wir kostenfrei in unserem Freundeskreis herum, ob denn jemand mithelfen wollen würde. Kaum gefragt, bekommen wir auch schon ein breites Sammelsurium an Anwerbern, deren Skilllevel an unseres erinnert.

Wir können eine Menge in Startup Panic upgraden.
Wir können eine Menge upgraden.

Abgesehen von wesentlich mehr Platz als in unserem Schlafzimmer, bietet diese Einrichtung auch eine Möglichkeit zur Erweiterung. Mit einem kleinen Aquarium und einer Pflanze sieht es gleich viel ansehnlicher aus. Außerdem sind unsere Mitarbeiter*innen nicht so gestresst. Auch können wir unsere Arbeit besser fokussieren, mit einem Whiteboard oder einer Bücherwand. So geben wir unseren Angestellten eine Möglichkeit, sich in gewissen Bereichen schlau zu machen. Aufzupassen hierbei ist jedoch, dass manche Geräte – wie zum Beispiel der Fernseher – monatliche Wartungskosten haben.

Stück für Stück zum Imperium in Startup Panic

So bauen wir uns unser eigenes Business auf, entwickeln Features und versuchen uns zuerst auf ein Marktgebiet wie eine Video- oder Gamingplattform zu spezialisieren, um in späterer Folge ein großes Imperium aufzuziehen und alle Sektoren abzudecken. Aber Vorsicht! Die Konkurrenz schläft nicht und je größer wir werden, umso mehr Konkurrenten bekommen wir. Und diese sind uns nicht wohlgesonnen. Wir müssen uns dann mit Sabotage, Infiltration und dergleichen abkämpfen, doch glücklicherweise sind das auch Werkzeuge in unserem Repertoire, die wir geschickt einsetzen können. Die Wirtschaftswelt ist brutal, aber wir können das Feuer erwidern.

Es gibt viele Details in Startup Panic zu beachten.
Es gibt viele Details zu beachten.

Wenn unsere Mitarbeiter*innen demotiviert sind, fangen sie an, langsamer und langsamer zu arbeiten. Dies ist vollkommen natürlich und einfach zu beheben. Wir schicken diejenigen händisch in den Urlaub, in einen Dinopark oder zum Frisör zur Entspannung.

Durch das Entwickeln neuer Features bekommen wir auch Skillpunkte, die wir in drei unterschiedliche Bäume investieren können. Wollen wir mehr und effizienter unsere Konkurrenten ausspionieren und sabotieren oder schauen wir doch eher auf unsere eigenen Mitarbeiter*innen und boosten die Urlaube, um schneller wieder weiterarbeiten zu können? In Startup Panic bleibt das gänzlich uns überlassen.

Wertung
  • 87%
    Grafik - 87%
  • 89%
    Atmosphäre - 89%
  • 89%
    Spannung - 89%
  • 90%
    Steuerung - 90%
  • 85%
    Technik - 85%
88%

Fazit

Für Freunde eines gepflegten und teilweise entspannenden Ressourcenmanagers ist dies genau das Richtige.

Die Schwierigkeitsgrade unterscheiden sich zwar kaum, aber es ist eine schöne Möglichkeit den Traum eines eigenen YouTubes oder WhatsApps zu erfahren.

Über Tom 42 Artikel
Ich bin Tom, aka Nareas und Redakteur bei GameGeneral. Abseits dessen beschäftige ich mich viel mit Magic Cards und streame auf Twitch.

1 Kommentar

  1. Faszinierend, wie sehr die Meinungen zu Startup Panic auseinander gehen. Für mich war das Ressourcenmanagement, wenn ich den Einsatz meiner Mitarbeiterinnen (ja, ich habe nur Frauen eingestellt), mal so nennen kann, keineswegs entspannend, sondern super nervig und doppelt anstrengend als in ähnlichen Titeln dieser Art. Freut mich jedoch, wenn wenigstens einer von uns beiden Spaß am Spiel hatte 🙂

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