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TEST Turmoil – Aufbau eines Ölimperiums

Turmoil ist vielen Fans von Indie-Strategiespielen ein Begriff. Schließlich ist es bereits 2016 auf Steam veröffentlicht worden und hat sich seitdem eine gewisse Fanbase aufgebaut. Nun meldet sich Entwickler Gamious mit einer Nintendo Switch-Version zurück. Grund genug sich Turmoil noch Mal auf dem PC genauer anzuschauen. Das Spiel ist im Großen und Ganzen dasselbe wie auf dem PC. Dazu später aber mehr.

Schritt für Schritt zum Imperium

Im Hauptmenü wird man durch einen atmosphärischen Look mitsamt passendem Soundtrack begrüßt. In den Optionen sind diverse Sprachversionen wählbar – auch Deutsch.

Durch ein durchdachtes Tutorial wird man in die ersten Schritte zum Ölimperium herangeführt. Das Ziel ist es, innerhalb einer bestimmten Zeit möglichst viel Öl zu fördern und dieses währenddessen so gewinnbringend wie möglich zu verkaufen. Im Spiel duelliert man sich mit drei Rivalen, die selbst versuchen der neue Ölmagnat zu werden.

Besonders zu Anfang kommen immer wieder neue Funktionen, Extras und Power-Ups hinzu. So wird man nicht gleich ins kalte Wasser geschmissen und hat nach jeder Runde neue Funktionen zur Verfügung. Sind diese erst Mal freigeschaltet, nach gut einer Stunde, flacht die Spannung leider ein ganzes Stück ab. Jetzt geht es nur noch darum mit den gegebenen Möglichkeiten der reichste Ölförderer zu werden.Turmoil_Screenshot_1

Dabei wird oft auf ähnliche Mechanismen zurückgegriffen und so stellt sich allmählich eine Eintönigkeit ein. Spieler, die gerne ihren Profit wachsen sehen und diesen durch Kleinigkeiten perfektionieren wollen, werden sicher auch im weiteren Verlauf der Kampagne gespannt und vermutlich auch begeistert weiterspielen. Für alle, die nicht die größten Simulationsfans sind, könnte es schnell langweilig werden.

Putziges Gameplay mit einfacher Mechanik

Das Game besticht durch seine schöne Optik und süßen Darstellungen. Es ist einfach von Anfang an schön anzuschauen. Die Simulation erfordert gewisse Multitasking- und Planungsfähigkeiten. Dadurch wird Turmoil nicht zu einem stupiden Klicker-Game, sondern bringt etwas Spannung hinein.

Durch Communityfunktionen und Herausforderungen bringen die Entwickler etwas zusätzliches Leben ins Spiel. Ist die Kampagne ein Mal durchgespielt, wird aber auch das die Spieler nicht dazu anhalten, diese erneut von vorne zu spielen.

Immerhin: Ein zusätzlicher Story-DLC ist von Anfang an bei der Nintendo Switch-Version enthalten. Ein weiterer Ausgleich für den recht dünnen Inhalt der standard PC-Version. Turmoil erscheint heute, am 28. Mai 2020, auf der Nintendo Switch.

Wertung
  • 80%
    Grafik - 80%
  • 80%
    Atmosphäre - 80%
  • 50%
    Spannung - 50%
  • 70%
    Steuerung - 70%
70%

Fazit

Turmoil besticht nicht durch eine tiefe Simulationswelt. Das ist so aber auch gar nicht gewollt. Die Einfachheit und doch trickreiche Spielmechanik machen es erst spielenswert. Für Simulationsfans ist es sicher ein nettes Spiel. Auch schön ist, dass Entwickler Gamious direkt den DLC in die Nintendo Switch integriert hat. So entsteht ein gebührender Umfang für ein Nintendo Switch-Game.

Die Schattenseiten der simplen Spielabläufe liegen allerdings auf der Hand: Bei einigen Spielern wird sich schnell Langeweile einrichten. Zwar versucht man durch Herausforderungen und Community-Funktionen dem Spiel mehr Wiederspielwert zu verleihen. Dies gelingt jedoch kaum. Daher ist das Spiel eher ein schöner Tipp für Simulationsfans.

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