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Music Racer Test – Auch auf der Konsole ein Renner?

Und wieder ein Rhythmus-Racer. Kürzlich testeten wir noch die Konsolenfassung von Avicii Invector. Nun soll mit der Konvertierung vom PC auf die Konsole auch Music Racer ein Erfolg werden. Wie bei diesem Genre üblich, ist das Ziel des Spiels, auf verschiedenen Fahrspuren Objekte aufzusammeln und so eine möglichst hohe Punktzahl zu erzielen. Das ganze untermalt von elektronischer Musik und auffälligen optischen Effekten.

Ob das bunte Rennspiel an den Erfolg der PC-Version anknüpfen kann oder wieso vielleicht auch nicht, erfahrt ihr in unserem Test.

Optik satt

Mit Music Racer erhaltet ihr ein buntes Farbfeuerwerk mit schnellen Abfolgen und rasanten Effektwechseln. Wer auf alles was bunt und schnell ist steht, wird Music Racer lieben. Mancher wird aber auch merken, dass es bereits nach kurzer Zeit recht anstrengend für die Augen werden kann. Hierfür hat der Entwickler die ein oder andere Einstellung parat, um die Effekte herunterzufahren. Dennoch bleiben viele Effekte erhalten – dies macht schließlich einen Großteil des Spiels aus. Dabei könnte die absichtlich leicht verschwommene Optik dennoch in den Details schärfer und knackiger daherkommen.

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Ansonsten gibt es an der Grafik nicht viel zu bemängeln. Es sind trotz der vielen Grafikeffekte kaum Fehler festzustellen und alles läuft rund und flüssig. Auch die Steuerung funktioniert einwandfrei und direkt. Technisch sind hier also keine Mängel festzustellen.

Inhaltlich vielfältig und gleichzeitig dünn

An sich bietet Music Racer einen soliden inhaltlichen Umfang. Hier sind 14 Strecken, 25 Fahrzeuge und 23 Musikstücke zu nennen. Dazu kommen vier verschiedene Spielmodi:

  • Normal: Das Spiel wie es ist, mit ein paar Hindernissen auf den Fahrspuren.
  • Zen: Ein „entspanntes“ Rennen ohne Hindernisse, nur die Fahrspur wechseln und Teile sammeln.
  • Hard: Mehr Hindernisse und bei einem Aufprall ist das Spiel sofort zu Ende.
  • Cinema Mode: Keine Hindernisse, nichts zum Aufsammeln. Nur für den Fotomodus.

Durch die zuvor erwähnten Einstellungen, die Vielzahl an Autos und Strecken sowie Spielmodi möchte man meinen, endlosen Spielspaß haben können. Allerdings ist die Wahl des Autos irrelevant für das Spielerlebnis. Genauso bei den Strecken: Sie sind zwar in Farben und Effekten teils unterschiedlich. Ein großes Geblinke und hin und her haben sie aber alle gleich.

Wo ist die Motivation?

Der deutlichste Kritikpunkt dürfte wohl die fehlende Langzeitmotivation sein. Durch die kaum relevanten Unterschiede in den Einstellungen geht bereits ein wenig Spannung verloren. Da hilft es auch nichts, dass man die Strecken und Autos erst nach und nach freischalten kann. Dies hält höchstens bei Laune, da es für jede einzelne Strecke und jedes einzelne Fahrzeug eine Trophäe bzw. ein Achievement freizuspielen gibt. (Hier übrigens der Hinweis, dass dies eine der einfachsten Platintrophäen ist!)MusicRacer_gif

Ein großer Faktor für die Langzeitunterhaltung bei der PC-Version war sicher die Möglichkeit „eigene“ Musik in Form von MP3-Dateien zu spielen. Dieses Feature fehlt auf der Konsole allerdings vollständig. Das ist sehr schade, da man so doch die 23 gar nicht so schlechten vorgegebenen Lieder schnell satt hat. Dies sorgt dafür, dass das Spiel mit der Zeit seinen Spaßfaktor verliert – eigentlich schade um ein an sich sehr schönes Spiel mit viel Potenzial.

Die Kleinigkeiten

Fängt man das Spiel neu an, muss man sich erst ein Mal zurechtfinden. Ein Tutorial oder ähnliche Erklärungen gibt es leider überhaupt nicht. Die Menüpunkte sind ebenso nur auf Englisch vorhanden. Jedoch hat man die meisten Dinge schnell raus und hat sich in das Spiel eingefunden. Dies rührt auch durch die übersichtlichen und relativ strukturierten Untermenüs. Sehr angenehm sind die kaum vorhandenen Ladezeiten, welche dem Spiel auch zwischen den Levels die Geschwindigkeit beibehalten lässt.

Etwas schade wiederum, dass die einzusammelnden Teile kaum etwas mit der laufenden Musik zu tun haben. Sie sind nur zur Erzielung von Punktzahlen vorhanden. Sammelt man Teile nicht ein, hat dies keinen Einfluss auf die Musik. Es ist allerdings auch nicht möglich alle Teile einzusammeln. Dafür sind viele Dinge viel zu wenig vorhersehbar und zu schnell – auch für Profis. Für Perfektionisten, die gerne 100% der Teile einsammeln würden – wie zum Beispiel bei Avicii Invector – ist dieses Spiel nichts. Auch sind die weißen Elemente nicht immer passend zur Musik aufgestellt. Dies ist schade, wo man doch gerne die Teile wenigstens passend zum Takt einsammeln würde.

Music Racer erscheint für PS4 und Xbox One am 29.01.2020. Auf Steam ist es bereits verfügbar.

Wertung
  • 86%
    Grafik - 86%
  • 75%
    Atmosphäre - 75%
  • 60%
    Spannung - 60%
  • 85%
    Steuerung - 85%
76.5%

Fazit

Music Racer ist ein anfänglich sehr spaßiges und spannendes Spiel. Mit der Zeit wird es jedoch schnell ermüdend. Es gilt nur nur noch für Punkte zu Fahren um ein Auto oder eine Strecke freizuschalten, die im Endeffekt eh kaum Unterschied machen. Die Musik spielt hierbei dann weniger eine Rolle, zumal der fehlende Support von eigenen MP3-Dateien wirklich bitter ist.

Für einen kleinen Preis und Fans solcher Spiele kann man das Spiel durchaus als Abwechslung empfehlen. Alle anderen sollten nicht zu viel davon erwarten.

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