Godlike Burger: Die irrwitzige Simulation im Test8 min Lesezeit

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In den unendlichen Weiten des Alls hört dich niemand brutzeln. Aber dennoch kommen einige vorbei und genießen feinste Burger mit exotischen Soßen. Doch wo bekommt man so frisches Fleisch her, wo doch die nächsten Farmen Ewigkeiten entfernt sind? Die Entwickler*innen von Liquid Pug haben sich da ein paar Gedanken gemacht und diese dann in das Spiel Godlike Burger eingebaut.

Herd an, Pfanne drauf, losgegrillt – Erste Eindrücke

Wir sitzen in einem einsamen Wohnwagen, irgendwo auf einem Schrottplatz der Galaxis, auf unserem Bett und betrachten ein altes Fotoalbum. Traurig blättern wir uns durch und erinnern uns, welche Berufswege wir eingeschlagen und in hohem Maße versagt haben. Wir blättern weiter und sehen unsere Großmutter, wie sie für uns einen zarten und saftigen Burger zubereitet. Wir erinnern uns an die schöne Zeit und wie gut es geschmeckt hat. Doch leider ereilte die Gute ein ach zu frühes Ende und das Restaurant im All wurde geschlossen.

Uns bleibt nichts anderes übrig: Wir fassen unseren ganzen Mut zusammen, fliegen nach oben und inspizieren unseren zukünftigen Arbeitsplatz. Mit der Zeit ist er ziemlich verkommen und nur zwei Herdplatten funktionieren noch. Überall Dreck und Schmutz, aber sowohl die Tische und Stühle funktionieren noch als auch die Bar für Erwachsene.

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Es kommt in Godlike Burger regelmäßig zu Kämpfen.

So kommt der Tag der Eröffnung. Wir haben ein neues Menü ausgearbeitet, den Laden auf Vordermann gebracht und erwarten unsere ersten Gäste. Leider können wir nicht kochen und die Speisen sind nicht gerade gut. Es hagelt Beschwerden und Beschimpfungen von allen Seiten und wir verärgern sogar einen Zauberer. Anders kann man es nicht erklären, denn die Gäste liegen nun leblos am Boden nach einem grellen Blitz.

Schnell müssen wir den Laden schließen und Bilanz ziehen. Der Eröffnungstag war ein voller Reinfall! Kein Fleisch mehr im Kühlschrank, im Büro werden wir von Rechnungen förmlich erschlagen und der ganze Speisesaal ist voller unzufriedener – und vor allem toter – Kunden. Was nun?

Glücklicherweise besitzen wir einen großen Mixer im Keller. So können wir zumindest zwei Probleme einfach beseitigen.

Burger nach Art des Hauses – Gameplay

Im Tutorial starten wir bereits mit einem aktiven Arbeitstag. Der üble Zauberer, der uns das ganze eingebrockt hat, begleitet uns als Lehrmeister. Einen Burger zuzubereiten, ist eigentlich ganz simpel. Wir nehmen einfach das Fleisch aus dem Kühlschrank, platzieren es in einer Pfanne und warten darauf, dass der Indikator darüber anzeigt, dass es gar ist. Dann können wir das fertige Fleisch ganz einfach nehmen und auf eine Warmhalteplatte legen. Der zweite Schritt ist, das Brötchen aus dem Kühlschrank zu nehmen und es auf der Platte mit dem Fleisch zu kombinieren.

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Verschiedene Items sind zum Kauf verfügbar.

Ist der Burger fertig, kann er ruhig dort stehen bleiben, bis irgendjemand einen bestellen würde. Dann geht es damit zur Kasse und wir können uns auf weitere Bestellungen konzentrieren, die die linke Bildschirmseite einnehmen. Je zufriedener unsere Gäste sind, umso höher wird unser Prestige und umso mehr Kund*innen kommen zu uns essen. Dies bedeutet allerdings auch wesentlich mehr Stress und so kann es am Anfang leicht passieren, dass manche hungrig nach Hause gehen müssen, wodurch unser Prestige wieder fällt.

Razzia voraus

Aber das wäre viel zu einfach, wenn nicht noch die Fleischbeschaffung dazu fallen würde. Zwar können wir unsere Kund*innen ganz einfach füttern und ihnen das Geld aus der Tasche ziehen und anschließend töten, aber das bedeutet auch, dass wir ein Minispiel mit dem Braten machen müssen. Auch sollten wir sie nicht mitten im Raum angreifen und verwursten, da sonst alle im Raum aggressiv werden und uns versuchen umzubringen. Dies bringt zwar mehr Fleisch, aber können diejenigen, die flüchten auch die Polizei rufen.

Wie bei GTA ist diese sehr lästig und gleichzeitig schwer zu besiegen. Es sollte also um jeden Preis einer Razzia aus dem Weg gegangen werden – wir haben schließlich einige Leichen im Keller. Wie schaffen wir das? Indem wir überall Fallen aufstellen, die Tote wie Unfälle aussehen lassen. Auch das Wegräumen dieser wird dadurch ein wenig schneller gestaltet, da wir uns nicht das Blut abwaschen müssten.

Glücklicherweise sind die Fallen auch an den Stellen versteckt, die die Gäste gerne allein aufsuchen: das WC, der Raucherplatz und der Erwachsenenclub.

Godlike Burger: Andere Welten, andere Geschmäcker

Je weiter wir in der Story kommen und je bekannter wir werden, umso mehr Neider bekommen wir. Diese können sogar während der Arbeitszeit bei uns eindringen und uns das Leben schwer machen, indem sie uns die Kundschaft vergraulen oder ganz dreist Lebensmittel aus dem Kühlschrank stehlen. Natürlich wehren wir uns mit einem altbewährten Fußtritt, aber dies ist ein weiterer Stressfaktor zu den immer mehr und komplizierteren Bestellungen.

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Verschiedene Kunden haben unterschiedliche Wünsche.

Am Ende des Tages gehen wir nämlich in unseren Keller, wo wir diverse Dinge für den nächsten Tag vorbereiten. Die üblichen Bestellungen wie Salat, Tomaten und Brötchen tätigen wir im Büro. Im Kühlhaus können wir unseren Bestand begutachten und verschiedene Körperteile wie Zähne, Innereien oder dergleichen in Saucen verwandeln, mit unterschiedlichen – größtenteils negativen – Auswirkungen.

In der Kommandozentrale können wir zum einen mit unserem hart erarbeiteten Geld unsere Ausrüstung verbessern und zuverlässiger machen. Aber auch aussuchen, welchen Planeten wir als Nächstes verköstigen wollen. Verschiedene Spezies bringen nämlich verschiedene Rohstoffe mit sich, die wir dann zu anderen Saucen verarbeiten. Auch haben diese unterschiedlichen Geschmäcker. So gefällt zum Beispiel der einen Spezies die Sauce, die einem zum Rauchen verleitet sehr gut, aber dafür mögen sie keine Tomaten.

Dies alles sind viele Kleinigkeiten in Godlike Burger, die sich im Laufe des Spiels anhäufen, auf die man achten sollte. Anfangs ist die Lernkurve recht steil, doch sobald man den Bogen raus hat, kommt die Konkurrenz und macht einem einen Strich durch die Rechnung. Aber alles nichts, was einem nicht aus der Umlaufbahn werfen könnte.

Wertung
  • 89%
    Grafik - 89%
  • 86%
    Atmosphäre - 86%
  • 95%
    Spannung - 95%
  • 76%
    Steuerung - 76%
  • 84%
    Technik - 84%
86%

Fazit

Insgesamt ist Godlike Burger ein irrwitziges Spiel für Stressresistente.

Die Zeitmanagement-Elemente sind stark im Fokus und der zusätzliche Schwierigkeitsgrad, sich nicht erwischen lassen zu wollen, gibt dem Ganzen einen gewissen Kniff. Erschienen ist es am 21. April 2022 für den PC auf Steam.

Über Tom 42 Artikel
Ich bin Tom, aka Nareas und Redakteur bei GameGeneral. Abseits dessen beschäftige ich mich viel mit Magic Cards und streame auf Twitch.

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