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Kurz angeschaut #23: Der Demo Donnerstag6 min Lesezeit

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Salute! Der gruselige Oktober zieht seine Bahnen noch ein wenig nach. Ich muss ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass sich Halloween und der Tag der Toten langsam in Mitteleuropa einkehren. Zwar haben wir schon länger Lebkuchen und Weihnachtsdeko in unseren Läden gefunden, aber es gilt dennoch ein wenig als Stopper, dass es nicht noch weiter in die Jahresmitte rutscht. Um den Spuk ein wenig länger zu genießen habe ich zwei, etwas andere, Horrorgames mitgebracht, die auf ihre eigene Art ganz besonders sind: Quasimorph und Tenebris Somnia.

Quasimorph

Nachdem ich mich schon lange mit Horror, dem Weltall und okkulten Religionen auseinandersetze, dachte ich mir, es wäre eine gute Idee, eine Kombination von alledem zu finden. Nun ist Quasimorph nicht exakt die Kombination daraus. Aber es kommt schon sehr nahe dran. Ich bin nämlich in die Rolle eines Söldners geschlüpft, dessen Aufgabe es ist – oder sagen wir lieber war – einen seltsamen Tempel zu infiltrieren, alle Kultisten darin kampfunfähig zu machen und mit einem seltsamen Objekt wieder zur Basis zurückzukehren.

Quasimorph-Gameplay-GIF
In Quasimorph finden wir uns in coolem Sci-Fi-Setting wieder.

Der erste Abschnitt war relativ einfach zu spielen, die Tür stand nämlich sperrangelweit offen. Auch waren die ersten menschlichen Gegner mit einem kurzen Prozess am Boden. Doch dann begann es seltsam zu werden. Zwar waren sie alle sehr spärlich bekleidet, mit Laubröcken und einfachen Stricken und deren Waffen bestanden aus Knochen und dergleichen – dies war alles keine Herausforderung für mein Maschinengewehr. Aber als die Kugeln dann langsam knapp wurden, musste ich auf etwas anderes umschwenken.

Hätte ich vorher gewusst, dass noch stärkere Wesen – Menschen konnte man es nicht mehr nennen – auf mich warten, hätte ich mir die Munition gespart. So kam ich durch eine schlecht beleuchtete Tür durch und wurde von einer riesigen Hand eines Dämons erwischt.

Habe ich mir die Vollversion von Quasimorph geholt?

Nein. Es ist zwar rundenbasiert und kann einen richtig stark fesseln, doch war der Frustfaktor leider doch ein wenig zu hoch. Selbst nach dem fünften Lauf bin ich durch anhäufende schlechte Würfelwürfe immer zum Erliegen gekommen. Die kurze Zeit, in der die Demo vorhanden war, hat bedauerlicherweise nicht ganz gereicht. Doch ich kann sehen, dass es starkes Potenzial hat. Warum ich es dennoch nicht gekauft habe, liegt daran, dass ich Stoneshard schon besitze und dies ziemlich ähnlich zu Quasimorph ist.

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Von einem Roguelike wechselte ich durch Zufall zu einem Point and Click Adventure. Auf Twitter (wo wir natürlich auch vertreten, sind) wurde mir das nächste Spiel vorgeschlagen und interessiert, wie ich bin, musste ich gleich die Steampage öffnen. Denn einen derartigen Mix habe ich noch nie gesehen.

Tenebris Somnia

Viele werden sich fragen, was denn an so einem Pixelabenteuer furchterregend sein könnte. Ich bin in die Rolle einer jungen Dame geschlüpft, die von Albträumen heimgesucht wird. Albträume, dass ihr Exfreund Abend für Abend von Monstern verschleppt und getötet wird. Anrufe haben nichts gebracht, also musste ich direkt vorbeischauen.

Zuerst war nichts Besonderes. Denn der Schussel hatte seine Tür nicht abgeschlossen. Das hat er selten getan, wenn er zu Hause war. Ohne Zögern bin ich hineingegangen, doch ein seltsamer Geruch schwebte in der Luft. Niemand reagierte auf meine Rufe. Also beschloss ich, mich ein wenig umzuschauen. Etwas Eigenartiges ist hier passiert.

Tenebris-Somnia-Screenshot
Die Bildsprache ist ein tragendes Element in Tenebris Somnia.

Nicht nur, dass der Fernseher zerstört war und das Schlafzimmer verwüstet. Die Tür in das Entwicklerzimmer für die Filme ist auch durch eine seltsame rote Masse versiegelt worden. Ein Blick in das Bad ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken fahren. Denn überall liegen Tabletten am Boden und der Spiegel ist zerbrochen und blutverschmiert. Ich konnte nicht anders, ich musste in den abgesperrten Raum.

Mit ein paar Tüfteleien konnte ich eine Chemikalie zusammenstellen, die mir den Weg frei ätzte. Zu meinem Schock sah ich eine Nachricht mit der gleichen Substanz an die Wand geschrieben, welche mich zum nächsten Punkt weisen sollte. Kaum gehe ich bei der Tür raus, ist es so, als wäre ich in einer ganz anderen Dimension. Die Luft, der Boden, die Türen. Alles ist anders und am Flur wartet jemand auf mich. Ich habe Angst.

Habe ich mir die Vollversion von Tenebris Somnia geholt?

Ja! Es ist zwar erst „bald verfügbar“ doch hoffe ich, dass es rechtzeitig zum Horrormonat im Jahr 2024 erscheint. Der Aufwand, der bei den Zwischensequenzen betrieben wurde, spiegelt sich in der Qualität wider. Die Demo hat sehr überzeugt und wirft so viele Fragen auf, die unbedingt beantwortet werden wollen.

Es ist kalt und ich hoffe, dass ich euch ein wenig mitziehen konnte. In dem Sinne: Danke fürs Lesen. Euer Nareas aka Tom.

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