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Makis Adventure: Das Pixelabenteuer im Test8 min Lesezeit

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Haie sind furchteinflößende Kreaturen des Meeres und zeigen keine Sympathie gegenüber jenen, die ungefragt in ihr Territorium eindringen. So, oder zumindest ähnlich, war früher die Einstellung zu diesen schuppigen Tieren. Heute sind wir einen Schritt weiter und können sie schon besser verstehen – sie behalten dennoch ein wenig Mystik bei sich. Eine geheimnisvolle Ansicht hat auch der Solo-Dev Zoroarts aus Deutschland auf diese Tiere und erzählt in Makis Adventure eine kleine Geschichte zu ihnen.

Abtauchen – Erster Eindruck von Makis Adventure

Das Intro erzählt uns mit schöner Pixelart die Geschichte des Landes. Vor langer Zeit gab es Frieden und Harmonie, denn drei heilige Haie beschützten es vor allen bösen Mächten. Doch wie es das Schicksal so haben wollte, mussten auch sie mit der Zeit gehen. Klug, wie sie waren, haben sie zwei Nachfahren auserwählt. Dann verschwanden die Drei.

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Die Hauptfigur in Makis Adventure in einem Pub.

Das Unheil hat nicht lange auf sich warten lassen. Denn schon bald nach dem Verschwinden tobte ein mächtiger Sturm und riss das Tor zur Unterwelt auf. Eine böse Schattengestalt namens Octavio kroch empor und begann mit einer Schneise der Verwüstung. Die beiden Auserwählten stellten sich Octavio, doch konnten sie ihm nur knapp die Stirn bieten. Keiner der beiden Krieger wurde nie wieder gesehen.

Wir wachen in unserer Zelle auf und gehen auf Entdeckung. Gut bewacht, ist dieses Gefängnis nicht, da wir ganz einfach heraus spazieren können. Wir schlüpfen in die Rolle von Maki, einem Haidämonen. In der ersten Zelle neben uns ist auch unser Bruder Temu eingesperrt. So viel Glück wie wir hat er nicht, denn wir müssen uns nun um einen Schlüssel kümmern. Damit wollen wir ihn befreien.

So beginnt es…

Spielerisch wird das Tutorial eingebunden und wir bekommen recht knackig erklärt, welche Fähigkeiten uns zur Verfügung stehen. Zum einen haben wir eine einfache Ausweichrolle, mit der wir sogar durch Gegner hindurch sprinten können, zum anderen haben wir auch eine Sense, um uns zu verteidigen.

Nachdem wir den Schlüssel gefunden haben und unser Bruderherz befreit ist, müssen wir jetzt Stock für Stock abarbeiten, um dem Gefängnis zu entfliehen. Interessanterweise sind uns nicht alle Bewohner dieses seltsamen Gebäudes feindlich gesinnt und wir müssen zum Beispiel für eine Wache einen Korb an Essen zum Koch liefern oder ähnliche kleine Nebenquests erfüllen.

Ganz oben angekommen, wartet schon der eigentliche Wächter der Insel auf uns. Nekranios lässt mit einem mächtigen Schrei das Gebäude einstürzen und ein hitziger Kampf entfacht. Unsere Sense gegen seinen Atem und den Morgenstern. Natürlich schaffen wir es und haben die Insel vom Bösen befreit, zumindest vorerst. Es liegen noch einige andere Bosse vor uns.

Über Haiflossen und Schädelwagen – Gameplay

Nachdem wir uns aus dem Schutt des Kampfes befreit haben, kommt Temu zu uns und berichtet von den Geschehnissen dieses Landes. Auf den wenigen Inseln, die noch übrig sind, haben sich Inselwächter angesetzt, die die örtliche Bevölkerung traktiert. Es liegt an uns, die Flossen ins Wasser zu stecken, um über das Meer zu ziehen und die Bedrohungen, die Octavio mit sich brachte, einzudämmen.

Die erste Besonderheit des Spiels haben wir schon im Gefängnis kennengelernt. Sobald wir Wasser berühren, verwandeln wir uns automatisch in einen gefräßigen Hai. Wo wir an Land mit unserer Waffe angreifen, beißen wir unter Wasser mit unseren Zähnen zu. Mit der Zeit bekommen wir noch zwei weitere Formen angeeignet, doch müssen wir zuerst die jeweils richtigen Zähne finden.

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Der Hammerhai im Einsatz.

In der Oberwelt ist es dreidimensional gestaltet und wir navigieren durch die See mit sogenannten „Tank-Controlls“. Drücken wir nach rechts, bewegen wir uns nicht dahin, sondern drehen uns zuerst in diese Richtung. Es ist ein wenig ungewohnt für die heutige Zeit, aber man gewöhnt sich recht schnell daran und in gewissen Situationen macht diese Art zu Manövrieren das Spielen ein wenig einfacher.

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Sobald wir wieder eine Insel betreten, sind wir in gewohnter, zweidimensionaler Ebene unterwegs. Die Dungeons beziehungsweise Inseln, sind recht schnell durchgearbeitet. Das heißt jedoch nicht, dass sie einfach oder klein sind. Wir finden einige Abschnitte, die wir in unseren verschiedenen Haiformen bestreiten müssen. Die beiden anderen Formen sind zum einen ein Hammerhai, mit dem wir Felsbrocken zerstören können und zum anderen ein schlanker, etwas längerer Hai, dessen Kraft darin besteht, schnell nach vorn zu preschen. Anders als bei Zelda sind die Bosse der Inseln nicht mit den gefundenen Formen zu besiegen.

Viel zu tun in Makis Adventure

Eine der größten Herausforderungen auf den Inseln jedoch sind die Loren Abschnitte. Auf Schienen fährt eine Lore in Gestalt eines riesigen Schädels, sobald wir einsteigen. Mit gutem Timing müssen wir dann von einem zum Nächsten springen und dürfen dabei, wenn möglich, nicht die elektrischen Schienen berühren. Sonst müssen wir von vorn anfangen.

Eine der Inseln dient uns als kleines Dorf und gleich wie im Gefängnis haben wir auch hier einige Minispiele, um unseren Geldbeutel aufzubessern. Eines der besten Dinge jedoch ist der kleine Hund, der fröhlich über die Straßen hüpft. Für eine kleine Bagatelle können wir ihm ein anderes Outfit geben und natürlich können wir ihn auch streicheln.

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Mit Maskottchen lässt es sich gleich besser Angeln.

Neben Getränke mixen, Kunstflüge absolvieren und Angeln haben wir auch noch eine Sammelquest für einen Piraten, der uns fürstlich entlohnt, sobald wir ihm genügend Ketten bringen.

Insgesamt läuft Makis Adventure bereits recht fehlerfrei. Gelegentlich sind während unserer Testzeit jedoch auch Fehler aufgetaucht, was folglich zu Abzügen in der Technik-Bewertung führt.

Aber durch regelmäßige Updates von Zoroarts, werden diese Fehler wahrscheinlich schnell gefixt werden. Kurz nach Abschluss dieser Review wurde bereits ein größeres Update veröffentlicht und auch sonst ist der Entwickler ständig mit der Fortentwicklung von Makis Adventure beschäftigt. Mittlerweile wurden ein Mehrspielermodus sowie weitere Minispiele eingebaut und einige Bugs behoben.

Wertung
  • 80%
    Grafik - 80%
  • 86%
    Atmosphäre - 86%
  • 87%
    Spannung - 87%
  • 79%
    Steuerung - 79%
  • 63%
    Technik - 63%
79%

Fazit

Wer gerne Hollow Knight oder Have a nice Death spielt, kann sich auch Makis Adventure anschauen. Es ist leichter aufgebaut, bietet dafür aber auch ein paar Stunden an Spielspaß. Es vergibt die Fehler sehr gerne und schnell, macht es aber dadurch nicht zwangsläufig einfacher.

Erschienen ist es bereits am 18. Januar 2023 für den PC und kann vor dem Kauf durch eine Demo getestet werden.

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