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Zombie Army 4: Dead War Test – Die Zombies sind zurück

Zombie Army 4: Dead War ist erschienen und das Zombie-Gemetzel geht wieder los. Mit auflevelbaren Waffen, individualisierbaren Gegenständen und der bekannten Killcam soll es ein noch besseres Spiel werden. Dabei wurden einige wichtige Dinge leider außer Auge gelassen. Wie gut sich das Spiel von Entwickler Epic Games letztendlich schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

Der Kampagnenmodus

An sich sind die Level der Kampagne recht „schlauchig“ gehalten. Hier und da gibt es Abzweigungen. Diese sind recht offensichtlich und ab und zu findet sich dort ein sammelbares Objekt. Die sammelbaren Objekte sind teilweise witzig gestaltet und fast schon Easter Eggs, für das Spiel an sich jedoch nicht relevant. Einige kleine Wege führen schnell in Sackgassen. Das heißt, im jeweiligen Level geht es ähnlich wie bei Call of Duty im Grunde immer gerade aus. Da helfen auch kleinere Vorsprünge oder Häuser mit einer weiteren Etage nicht viel, um das Level aufzulockern. Mehrere Etagen sind allerdings hilfreich, wenn es um kleine Taktikvorteile geht. Allerdings auch hier: Sonderlich elementar sind sie für das Spiel nicht. Denn meist ist es doch ein reines Durchballern durch die Zombiehorden und kein wirklich taktisches Vorgehen. Dies vereinfacht das Spiel ungemein.

Die Missionsdesigns der Kampagnenlevel sind sich sehr ähnlich. Meist geht es um das Beschaffen einer Sache bzw. das Transportieren von Dingen von A nach B – und dabei eben eine Vielzahl an Zombies mit möglichst hohen Punktemultiplikatoren niederzumetzeln.Zombie_Army_4_Dead_War_Screenshot_1

Leider macht es da die Waffenauswahl auch nicht wirklich spannender. Man hat die Wahl zwischen zwei Typen an Waffen, mit jeweils drei verschiedenen Waffen. Dazu gibt es noch drei verschiedene Pistolen für den Notfall. Eine vierte Waffe gibt es jeweils für ein paar Euro dazu. Bei dieser geringen Auswahl noch Waffen mit Zusatzkäufen zu bewerben, finden wir nicht ganz so nett.

Im Storymodus sind besonders die Schauplätze schön. In Endzeitoptik reist man durch die Welt. Beispielsweise sind in Venedig einige Zombies im typischen Gondelfahrer-Look. Diese Detailverliebtheit zieht sich durch die gesamte Kampagne. Ein schönes Gimmik: Die Killcam, die in Zeitlupe besonders wirkungsintensive Treffer anschaulich darstellt. Hierbei wird die selbe Technik und Optik verwendet, wie bei den Sniper Ghost Warrior Spielen von Entwickler Epic Games. Wem dies zu brutal ist oder sich im Spielfluss beeinträchtigt fühlt, kann diese auch optional ausschalten.

Wenig Umfang, viel zum Kaufen

Der zuvor genannte Kritikpunkt mit den zusätzlichen Käufen zieht sich leider noch weiter durch das Spiel. Als das Spiel noch nicht ein Mal draußen war, wurde bereits ein netter Trailer veröffentlicht. Dieser kündigte mit dem Seasonpass schon neue Inhalte für das Spiel an. Der Seasonpass ist natürlich auch nur gegen einen zusätzlichen Kauf erhältlich.

Zusätzliche Inhalte sind erst ein Mal kein Teufelszeug und gehören in der heutigen Spielewelt eben dazu. Gleich zu Beginn jedoch so wenige Inhalte und Auswahl zu bieten und dann eine kostenpflichtige Funktion nach der anderen anzubieten, ist jedoch schlichtweg bitter.

Die Technik

Das Spiel besteht aus einer guten Mischung aus Überlebenskampf, brenzligen Bosskämpfen und entspanntes Horden abmetzeln. Besonders wirkungsvoll sind die vielen verschiedenen Versionen an Granaten, die die Zombies wahlweise in die Luft sprengen, in Flammen setzen und einiges mehr.

Gerade zu Beginn des Spiels fühlt sich die Steuerung jedoch nicht ganz so geschmeidig an. Nach ein wenig Eingewöhnungszeit ist man aber mit den Abläufen vertraut und beherrscht auch die Steuerung sicher. Was sich hingegen nicht mit der Zeit verbessert: Einige Bugs. Hierbei trifft ab und zu Mal eine Kugel nicht den Gegner oder die Gegner springen einfach Mal einen Meter hin und her. Auch Popups von Zombies in etwas Entfernung sind unschön anzuschauen. Die Bugs sind keine schwerwiegenden Fehler im Spiel, stören die Atmosphäre dennoch ungemein.Zombie_Army_4_Dead_War_Screenshot_2

Durch das gesamte Spiel zieht sich ein gewisses Levelsystem. Dabei steigt man selbst als Spieler in einem Rang auf. Dieser schaltet ein paar zusätzliche Erweiterungen und Perks für das Spiel frei. Dabei können die Perks durchaus hilfreich sein. Auch kann man mehr und mehr die einzelnen Waffen mit hilfreichen, zusätzlichen Funktionen ausstatten. Neue Waffen sind durch die bereits erwähnte geringe Auswahl nicht freispielbar. Das Levelsystem ist im Grunde ein Selbstläufer und geschieht ganz von alleine beim Spielen. Schade dabei: Im Hordenmodus sind die Erweiterungen der Waffen und Co. aus dem Kampagnenmodus nicht spielbar.

Eine weitere technische Spielerei ist die Nutzung des Gamepad-Lautsprechers. Diese wird clever genutzt und passt sich atmosphärisch perfekt dem Spielgeschehen an. Wen es stört: Die Funktion ist wie auch die Killcam deaktivierbar. Schade hingegen ist das Speichersystem der Kampagne. Zwar sind die Speicherpunkte relativ fair gelegen, allerdings treten sie kaum auf. Dies schränkt ein kurzes Spielvergnügen ein, da man immer bis zum nächsten Speicherpunkt spielen muss. Außerdem ärgerlich: Das System speichert die noch vorhandene Energie. Hat man also extrem wenig Energie und kein Medipack, wird es verdammt schwer eine schwierige Passage zu überwinden. Dann hilft nur der Neustart der Mission.

Zusammen macht es mehr Spaß

Hordenmodus? Dies ist neben der Kampagne der zweite Teil des Spiels. Hier kann gegen immer mehr und stärkere Wellen von Zombies gezockt werden. Dabei ist es für den Spielspaß essentiell, dass man möglichst im Multiplayer und am besten noch mit Freunden spielt. Sowohl der Kampagnen- als auch der Hordenmodus funktionieren dabei im Koop-Modus.

Spielt man alleine einen doch eher tristen und selten aufregenden Zombie-Shooter, ist die Spannung im Koop-Modus garantiert. Mit bis zu vier Spielern lässt sich so Zombiehorde für Zombiehorde wegballern. Gegenseitiges Wiederbeleben ist dabei genauso wichtig wie gewisse Perks für Waffen und Spieler, die die eigenen Teammitglieder unterstützen.Zombie_Army_4_Dead_War_Screenshot_3

Dabei fällt besonders im Hordenmodus die Vielzahl der verschiedenen Arten an Zombies auf. Von klein bis groß, schwach bis stark und Endbossen ist alles dabei. Diese Abwechslung macht den Hordenmodus spannender, da man nie weiß, was einen in der nächsten Welle erwarten wird. Etwa mit Sprengstoff besetzte Selbstmörder-Zombies? Gigantische Zombies, die mit einer Kreissäge alles platt machen, was ihnen in den Weg kommt? Oder doch einfach nur Massen an Zombies, die es zu Kleinteilen zu verarbeiten gilt? Eine schöne Mischung macht den Modus im Gegensatz zu beispielsweise Call of Dutys Zombiemodus gleich vielseitiger.

Wertung
  • 82%
    Grafik - 82%
  • 83%
    Atmosphäre - 83%
  • 73%
    Spannung - 73%
  • 70%
    Steuerung - 70%
77%

Fazit

Zombie Army 4: Dead War hat viele nette Spielmomente, tolle Details und auch teilweise Einzigartiges. Bei allen genannten Punkten hat man sich aber zu sehr in Kleinigkeiten verrannt. Anstatt auf die vielen Details zu achten, hätte Entwickler Epic Games das Spiel lieber im Gesamten wirklich rund machen sollen.

Auch wenn das Setting mit seiner Endzeitstimmung und plötzlich auftauchenden Zombies anfangs fesseln können – auf Dauer ist das Ganze dann doch recht eintönig. Ebenso eintönig wird der Hordenmodus mit der Zeit, wenn man keine Freunde zum Meistern dafür hat. Unsere Empfehlung daher: Für Koop-Fans super. Für Einzelgänger: Vorsicht – nur für eingefleischte Zombiefans!

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