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A World of Little Legends: Der cozy Indie-Titel im Test8 min Lesezeit

Mitten in eine fremde Welt geworfen. Ohne Essen, nur mit Kleidung und einem gesunden Körper. So beginnen einige Survival-Spiele. Aber A World of Little Legends verfolgt weniger den Survivalaspekt, sondern bietet mehr die Möglichkeit zur kreativen Auslebung in dem Stil eines Legend of Zeldas. Der Indie-Developer Pascal Dittrich zeigt uns, wie wir eine Welt mit Nostalgiefaktor aufbauen und gestalten. Wie unsere Erfahrungen mit dem Early Access-Titel sind, erfahrt ihr in unserem Little Legends Test.

Wir starten das Spiel, wie in Minecraft, mit der Benennung unserer neuen Welt und der Eingabe eines Seeds, nach der die Welt generiert wird. Anders als bei Minecraft erhalten wir jedoch eine Vorschau, wie unsere zukünftige Spielwiese ungefähr aussieht. Durch einfache farbige Markierungen sehen wir wo Wälder, Wüsten und Gewässer sind. Später können wir mit der Taste M die Karte erneut anschauen.

Bäume fällen und Äste sammeln – Erste Eindrücke

Sind wir zufrieden mit der Welt, die wir erstellen, gehen wir weiter zur Charaktererstellung. Ähnlich wie bei Stardew Valey ist dies rein kosmetisch. Wir entscheiden uns für eine Haar- und Körperfarbe, Frisur, einen Bart und eine von drei Rassen. Wollen wir mit spitzen Ohren spielen, sind Elfen unsere Wahl. Für Fans von Katzenohren sind die Capawn etwas. Die dritte Rasse sind die Menschen, welche keine besonderen Merkmale haben.

Auch Tiere können in A World of Little Legends gehalten werden.
Auch Tiere können gehalten werden.

Wir springen gleich hinein ins Zentrum der frisch erstellten Karte. Dort begeben wir uns auf die Suche nach Rohstoffen. Kleinere Äste liegen herum, die uns mit Holz versorgen, aus dem wir unsere ersten Werkzeuge herstellen. Mit Spitzhacken gibt es unser erstes Upgrade zu Steinwerkzeug und ab dann ist alles offen. Die Anzahl der Rezepte und Gegenstände, die wir nach und nach finden oder selbst herstellen, ist überschaubar – und das ist auch gut so. Ansonsten wäre das Spiel schnell unnötig überladen.

Umringt von Bäumen durchkreuzen wir die Gegend auf der Suche nach einem idealen Platz für unseren Dreh- und Angelpunkt unseres Unternehmens. Auf dem Weg dorthin geraten wir an einige interessante Plätze. Ruinen von vorhergehenden Zivilisationen zeugen von Geschichte, die vor unserer Zeit existierte. Seltsame Steinkreise, deren Säulen über die Jahre hinweg verwitterten, werden von Statuen bewacht. Inmitten dieser Konstellation findet sich eine Truhe, in der wir Schätze und neue Rohstoffe finden können. Doch Vorsicht: Dieser Ort hat noch ein wenig Leben in sich.

Mein Garten – Gameplay

Auch geraten wir an alten Gärten vorbei, die größtenteils schon wild verwachsen sind. Ein paar Pflanzen daraus können wir allerdings für unser eigenes Unterfangen gut gebrauchen. Einerseits kann man sich entscheiden, ob man Teile des Gartens oder direkt alles dort mitnehmen will. Man kann sich, sofern der Platz so weit passend ist, auch direkt dort ansiedeln.

Über Hügel und durch Flüsse finden wir weiter auf unserer Reise nun endlich den perfekten Anfang für eine kleine Siedlung. Durch die Freischaltung von Zäunen, Steinmauern, Böden und dergleichen können wir uns auf kreative Art und Weise unsere Siedlung bauen. Einrichtungsgegenstände wie Tische und Stühle werden schon beim ersten Holzstück freigeschaltet und geben Anregung für mehrere Varianten neben dem Holzlook.

In Minecraft eher belächelt und hier ein sehr wichtiges Werkzeug für Terraforming: die Schaufel. So kann man mit ihr nicht nur nach neuen Rohstoffen wie Ton oder Sand graben, sondern auch eigene Hügel errichten, um der Landschaft eine nette Vertikale zu geben.

Es gibt nicht nur friedvolle Tiere wie Schafe, Schweine und Kühe, sondern auch feindlich gesinnte Tiere, die einem das Erkunden und Bauen ein wenig schwerer machen. Raben warten oben in den Baumkronen und stürzen sich auf dich, sobald du zu nahe gerätst. Auch sind kleine Schleime unterwegs, die versuchen auf dich zu hüpfen. Der Aspekt für den Kampf ist jedoch recht gering und einfach gehalten, um mehr die Spielerschaft des Cozy-Gameplay anzusprechen. Cozy-Games sollen möglichst entspannend und gemütlich gespielt werden. Das bedeutet auch, dass auf Zeitdruck verzichtet wird und möglichst keine Hektik beim Spielen entsteht. Im Laufe der Beta wird das Spiel noch mit Bossen und Dungeons erweitert.

Little Legends Test – Kleinere Bugs

Es waren ein paar kleinere Dinge dabei, die während des Little Legends Test aufgefallen sind. Zum einen gab es den ein oder anderen Grafik-Glitch, bei der die Kanten eines Hügels nicht richtig aktualisiert wurden und dadurch anstelle eines abschüssigen Geländes ein harter Übergang entsteht. Auch ist es möglich, in einem Stein oder Baum stecken zu bleiben. Diese Probleme stören den Spielfluss jedoch nicht nennenswert und treten auch nicht zu häufig auf.

Das Gärtnern in A World of Little Legends ist abwechslungsreich gestaltet.
Das Gärtnern ist abwechslungsreich gestaltet.

Glücklicherweise ist padSoft und der dahinterstehende Entwickler jemand, welcher Nahe an der Spielerschaft agiert und an den Bugs schnell arbeitet. Ein Day One Patch einen Tag nach Release des Early Access-Titels ist bereits erschienen. Dieser hatte aber kaum gravierende Änderungen, da keine allzu großen Probleme aufgetreten sind. Wie der Entwickler selbst berichtet, hat er sich hier eher einen Spaß erlaubt und mit dem Day One Patch die AAA-Game-Studios auf die Schippe genommen.

Generell ist die Community rund um A World of Little Legends bereits jetzt treu und gar nicht mal so klein. Ein sehr aktiver Discord-Server trägt dazu bei. Außerdem streamt der Entwickler für durchschnittlich 100 Zuschauer gleichzeitig auf Twitch als Artimus83.

Streamevent zu Release des Early Access

Bisher gibt es noch keine Möglichkeit für ein Multiplayerspiel. Hier hat Austrian Entertainment eine kreative Lösung gefunden. Am 28. Februar veranstaltete der Verein ein Streamevent mit ausgewählten Menschen aus der Community in Form eines Bingo-Spiels. Alle bekamen ein Blatt mit Aufgaben, die es zu lösen galt. Um es für alle fair zu halten, mussten sie in der gleichen Welt starten [Seed: OnOrv].

Zu den Aufgaben zählten zum Beispiel das Erstellen einer Allee aus Apfelbäumen oder das Sammeln von Kupferbarren. Wenn jemand ein Bingo erlangte, bekam die Person eine Auswahl an Feldern zu verschiedenen Themen.

Wer sich einen genaueren Einblick machen möchte, kann sich bei verschiedenen Streamer*innen die VoDs ansehen. Die Moderation in dem speziellen Event zum Release des Early Access übernahm IsakuCosplay. Auch dabei waren SenseiAMY, Tobisurround, JustAwayKitty, Caelynx und einige mehr.

Wertung
  • 93%
    Grafik - 93%
  • 90%
    Atmosphäre - 90%
  • 79%
    Spannung - 79%
  • 75%
    Steuerung - 75%
  • 63%
    Technik - 63%
80%

Fazit

Wer schon immer ein Spiel mit der kreativen Freiheit von Minecraft, dem Look von Legend of Zelda: A Link to the Past und dem Gameplay von Stardew Valley haben wollte,  für den ist A World of Little Legends ein Homerun.

Mit dem richtigen Talent für Kreativität ist es ein Spiel für viele Stunden an Unterhaltung. Seit dem 1. März 2022 ist es im Early Access auf Steam verfügbar.

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